Deutsche Umwelthilfe begrüßt Kompromissvorschlag der Umweltverbände, um sich dem Klimaziel 2020 wieder anzunähern – Das Ziel, den Treibhausgasausstoß bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren, kann nur mit einem zusätzlichen Zubau erneuerbarer Energien erreicht werden
Die in der Kohlekommission beteiligten Verbände haben einen Kompromissvorschlag unterbreitet, um das Verfehlen des Klimaschutzziels 2020 abzumildern und den Kohleaussteig einzuleiten: Bis 2022 sollen 16 Gigawatt (GW) Kohle vom Netz genommen werden, davon 7,5 GW Braunkohle bereits bis 2020.
Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH):„Nachdem die Umweltverbände einen konkreten Vorschlag gemacht haben, um die Klimaschutzziele zumindest teilweise mit dem Beginn des Kohleausstiegs zu erreichen, müssen auch die anderen Mitglieder der Kohlekommission endlich Farbe bekennen.“
Die Abschaltung von mindestens 16 GW Kohlekapazität bis 2022 in zwei Stufen ist ein erster wichtiger Schritt, um die Klimaschutzlücke zu schließen. Um das 40-Prozent- Treibhausgasreduktionsziel der Bundesregierung vollständig zu erreichen, müssten bis zum Jahre 2020 eigentlich mindestens 20 GW Kohlekapazität vom Netz.